Materialien zum Rechtskundeunterricht

Diese Materialien sollen dem Lehrer helfen, in die rechtskundlichen Teile des neuen Faches „Politik-Gesellschaft-Wirtschaft“ hinein zu finden. Wenn sie auch nicht für die 8. Klassen geschrieben worden sind, sondern für die 10. Klassen, sollen sie doch Anregungen zur Gestaltung geben können.

Der Kern ist eine Projektwoche mit Besuchen in einem Zivilgericht und bei einem Strafverfahren und Gerichtssimulationen im Unterricht.

Das Geschäftszimmer des Amtsgericht Hamburg (Sieveking-Platz) nimmt für Strafverfahren Anmeldungen für Klassenbesuche – sehr eingespielt und sehr freundlich! - entgegen und verteilt die Schüler auf die unterschiedlich großen Sitzungssäle. Es fallen allerdings häufig Termine aus, weil die Angeklagten nicht erscheinen. Dann müssen die Schüler flexibel in andere Sitzungssäle ausweichen.

Der Besuch von Zivilverhandlungen gestaltet sich etwas schwieriger . Der Lehrer sollte sich ein Amtsgericht in seiner Schulortnähe suchen und mit den dortigen Richtern telefonieren. Ich bin dabei nur auf Richter gestoßen, die für meine Klassen die Verhandlungen in größere Säle verlegten und den Schülern für jeden Fall eine kleine Einführung gaben.

Mit Berthold Hermann, einen Richter am Landgericht Hamburg, habe ich einen kleinen Zivilrechtsfall entwickelt und schon etliche Male durchgespielt; er funktioniert.

Alexia Scholtz hat bei mir in einem Oberstufen-Rechtskunde-Kurs eine sehr schöne Simulation zu Haustürgeschäften geschrieben, geeignet als Exempel für das Verbraucherrecht.

Und zum Schluss ein paar Schülertexte aus einer 10. Klasse nach einer Projektwoche. Sie sollten an eine Stellwand in der Pausenhalle, sind kurz und vielleicht gerade deshalb geeignet, den Blick von Schülern auf rechtskundlichen Unterricht kennen zu lernen.

Horst Leps

16.04.07